Schlechte Laune – Fehler W013 (3.847 km)

Pino mit neu montierter Halterung am Lenker (Bild: Klaus Dapp)
Pino mit neu montierter Halterung am Lenker (Bild: Klaus Dapp)

Das Bild ist schon etwas älter … aber ich hatte heute keine Zeit, ein neues zu machen. Links zu sehen ist das Display. Nachdem ich schon einmal ärger mit damit hatte, mache ich es kaum noch ab. Marie Jeanne berichtet in ihrem Blog Liegeradfrau, dass das ein teurer Spaß werden kann, da sich die Displayhalterung abschleift und dann ersetzt werden muss.

Eigentlich kannte ich das Spiel schon. Denn der Fehler W013 ist leider vieldeutig. Er kann darauf hindeuten, dass der Akku zu warm geworden ist. Bei uns ist das beim Abstellen bei Pausen passiert, da hilft nur vorbeugend ein Schattenplatz fürs Rad, ein Tuch über dem Akku oder Kühlen. Ansonsten lässt sich der Motor nicht mehr in Betrieb nehmen. Der Fehler tritt auch auf, wenn ein Pedal beim Anschalten belastet wird, dann hilft es, einfach nochmal an- und auszuschalten. Notfalls noch mit Ausbau des Akkus.

Heute war es aber Beides nicht. Wir sind am Morgen kurz gefahren, haben uns eine Ausstellung angeschaut und danach ließ sich der Motor nicht mehr anschalten – Fehler W013.

Ich hatte eine Stinklaune. Da es bewölkt war und wir das Pedal nicht belastet haben, habe ich Fehlerquelle drei versucht zu beheben – die Kontakte. Leider ohne Erfolg. So mussten wir ohne Motor zurück. Ich habe dann die Kontakte an der Rückseite mit Kontaktspray eingesprüht … leider ohne Erfolg. Den hatte ich erst, als ich die Verbindungskabel zur Halterung herausgezogen habe und die kräftig eingesprüht hatte. Ich muss mir jetzt unbedingt ein kleines Kontaktspray zum ständig mitnehmen besorgen und das in den „Serviceplan“ mit aufnehmen, den ich schon lange mal schreiben will 😉

Endlich wieder ins Elsass (3.755 km)

Bistrot Chez Mamie Flo in Biederthal (Bild: Klaus Dapp)
Bistrot Chez Mamie Flo in Biederthal (Bild: Klaus Dapp)

Endlich ist Frankreich durch Deutschland nur noch als Risikogebiet eingestuft und die Außengastronomie macht wieder auf. Dazu noch fast 20 Grad und nur leicht bewölkt, das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Es macht einfach noch mehr Spaß bei angenehmen Temperaturen mit dem Rad unterwegs zu sein. Und eine schöne Pause mit einem leckeren Essen ist einfach ein Höhepunkt.

Ein halber Münsterkäse (Bild: Klaus Dapp)
Ein halber Münsterkäse (Bild: Klaus Dapp)

Und es macht mir auch viel Freude, andere Menschen wieder zu sehen und gemütlich im Freien zu sitzen und „Leute gucken“. Das konnten wir genießen. Denn nicht nur wir haben mitbekommen, dass sich die Regelungen geändert haben. In der Grenzregion waren viele Menschen wieder wie vor Corona mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs über die Grenzen.

Apfelsaft im Elass (Bild: Klaus Dapp)
Apfelsaft im Elass (Bild: Klaus Dapp)

Umgekehrt bringen wir viele Menschen mit unserem Pino zum Lächeln. Und das nicht nur bei Kindern. An einem Informationsstand der Binnenschifffahrt wollte ein Angestellter gleich ein Foto machen und fand das Rad sehr spannend.

Bei der nächsten Rast begutachtete ein Streetmachine Fahrer, der etwas älter als wir waren, das Pino und war von der E-Unterstützung sehr angetan. Ich war das vor allem gestern, da habe ich doch wieder deutlich die Corona-Pfunde und -Bewegungsarmut gespürt 😉

Leider habe ich das GPS Gerät nicht mitgenommen, sonst gäbe es jetzt noch die Touren.

Ein kleiner Pieks … (3.617 km)

Pino vor dem Corona-Impfzentrum in Basel
Pino vor dem Corona-Impfzentrum in Basel (Bild: Klaus Dapp)

Wir waren nichts die Einzigen, die mit dem Rad zum Impfen zum Imfzentrum des Kantons Basel-Stadt am Kongresszentrum gekommen sind, aber aufgefallen ist das Pino dann doch.

Nach einer guten Viertelstunde konnte ich die Herzallerliebste wieder in Empfang nehmen und dann haben wir zur Feier des Tages wiedereröffnete Außengastronomie besucht.

Terrasse des Ausflugsrestaurants Predigerhof (Bild: Klaus Dapp)
Terrasse des Ausflugsrestaurants Predigerhof (Bild: Antje Hammer)

Die Temperaturen des Wonnemonats Mai waren mit 14 Grad nicht ganz sommerlich, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Jetzt bin ich gespannt, wann ich einen Termin bekomme… vielleicht klappt es ja noch mit einer schönen Radtour in diesem Sommer.

Abschied nehmen

Was mich ein ein bisschen tröstet: Die Osterbotschaft – mit dem ehemaligen Trainer von Eintracht Frankfurt mit der klaren Botschaft Lebbe geht weider (Youtube Video der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau zu Ostern 2021).

Handantrieb für HP-Dreiräder?

Erste Skizzen für einen Handantrieb für die Dreiräder von HP-Velotchnik (Bild: HP-Velotechnik)
Erste Skizzen für einen Handantrieb für die Dreiräder von HP-Velotchnik (Bild: HP-Velotechnik)

Was sich im ersten Moment vielleicht etwas verrückt anhört, wird vielleicht eine spannende Sache für Menschen mit Behinderung. Ich bin deshalb sehr gespannt, ob aus dem neuen Projekt von HP-Velotechnik etwas wird.

Mir feht die Phantasie, wie das mit der Lenkung funktionieren soll. Um o mehr bin ich gespannt, wie sich das Projekt weiterentwickelt. In Kombination mit der E-Unterstützung würde das sicher ein spannendes Verkehrsmittel werden.

Ich freue mich sehr, dass HP den Reha-Bereich stärker mitdenkt. Es ist sicher ein Nischenbereich, der aber wirklich neue Mobilitätschancen eröffnen kann – so wie das Beispiel des Gekko fxs.

Satteltausch & Neuer Netzsitz von HP (3.290 km)

Neuer Ergon Sattel auf dem Pino (Bild: Klaus Dapp)
Neuer Ergon Sattel auf dem Pino (Bild: Klaus Dapp)

Machmal gibt es schon merkwürdige Zufälle. Am selben Tag als ich zum Schutz meines geplagten Hinterns auf dem Pino einen neuen Sattel bestellt habe, erreichte mich die Information über das neue Sitzsystem von HP Velotechnik.

Unter dem bescheidenen Titel „Sitzen wie Gott in Frankreich“ informiert HP-Velotechnik über den neuen Komfortsitz für die Street- und Speedmachine und den Scorpion.

Scorpion Plus 26 mit ErgoMesh Premium-Sitz (Bild: HP-Velotechnik)
Scorpion Plus 26 mit ErgoMesh Premium-Sitz (Bild: HP-Velotechnik)

Beim ersten Blick dachte ich erst an einen Gamer-Sitz. Und auf dem Scorpion mit Display ist der Gedanke vielleicht nicht ganz falsch. Aber ich bin ehrlich gespannt, mal auf einem solchen Sitz zu sitzen, der sieht schon sehr bequem aus.

Ich bin von den Netzsitzen bei meinen Liegerädern abgekommen, da ich immer schief darauf gesessen bin und keinen guten Seitenhalt hatte. Außerdem habe ich immer das Netz durchgeschwitzt. Mit dem Schalensitz Bodylink auf dem Grasshopper bin ich zufrieden, auch wenn so langsam mal ein Tausch des Bezugs fällig ist. Nach knapp 10.000 Kilometern und meinem nicht gerade zarten Gewicht kann ich darüber nicht klagen. Der Bodylink gibt mir halt und der „Schwitzstreifen“ am Rücken fällt deutlich kleiner aus als bei den Netzsitzen zuvor.

Allerdings ist der neue Komfortsitz auch nicht mit dem Netzsitz eines Peer Gynt oder Ostrades zu vergleichen. Da stecken eine ganze Menge guter Ideen drin, die ich hoffentlich bald einmal ausprobieren kann. Das gute für mich ist, dass ich gar keine Angst um meinen Geldbeutel haben muss, da der Sitz beim Grasshopper nicht passt. Knapp 600 Euro bei einer Nachrüstung sind schon ein Wort – 200 Euro Aufpreis bei einem neuen Modell schon eher verkraftbar.

Mich freut, dass sich HP damit weiter auch im Spitzensegment engagiert. Meine Sorge, dass mit den Special Edition Modellen die Vielfalt sinken könnte, sind wohl unbegründet. Hoffentlich gibt es 2021 wieder eine Spezi, auf der sich die Neuigkeiten ausprobieren lassen. Bei den Testfahrten mit dem neuen Sattel auf dem Pino konnte ich bei Einzelrad in Weil schon einmal einen Blick auf das neue Pino werfen … das sieht auch spannend aus. Und eines ist auch klar. Der neue Sattel auf dem Pino ist deutlich bequemer … aber so komfortabel wie ein Liegeradsitz ist er natürlich nicht.

Neue Kette für Drei (3.206 km)

Alte und neue Kette (Bild: Klaus Dapp)
Alte und neue Kette (Bild: Klaus Dapp)

Schon vor unserer Basel-Schwarzwald-Tour war mir aufgefallen, dass die hintere Kette des Pino sich deutlich gelängt hatte. Deshalb habe ich mir vorgenommen, diese nach unserer Reise zu tauschen.

Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass nach weniger als 2.000 Kilometern eine Kette so stark gelängt ist. Allerdings hatte ich auch noch nie eine Kette, die die Kraft von zwei Personen und dem Motor übertragen hat.

Ich bin gespannt, ob die neue Kette länger hält – Wippermann beschreibt sie mit:

„Ihre Stärken spielt die 7R8 vor allem im Einsatz auf Schwerlasträdern und Touringbikes aus – eben überall, wo extreme Kräfte auf die Fahrradkette wirken. Die verstärkte Kette und das gebuchste Gelenk bieten zusätzlich eine noch längere Lebensdauer.“

Auf den ersten Kilometern ist mir bei größerer Belastung ein Rasselgeräusch aufgefallen, das ich noch nicht lokalisieren kann. Ich hoffe, dass das nur „Einfahrgeräusche“ sind…

Schachtel der neuen Wippermann-Schwerlastkette 7R8 (Bild: Klaus Dapp)
Schachtel der neuen Wippermann-Schwerlastkette 7R8 (Bild: Klaus Dapp)

Technische Probleme – gelöst

Leider hatte ich große technische Probleme mit meinem Blog. Das tolle Plugin WP GPX Maps , das die Tourendarstellung ermöglicht. Verträgt sich leider nicht mit der aktuellen WordPress-Version. Ich habe leider einige Stunden gebraucht, um das Problem am 29.7. zu identifizieren. Immerhin hatte ich dann einen Weg gefunden, das Problem halbwegs zu umgehen, indem ich das Plugin bei der Eingabe abgeschaltet habe und dann (hoffentlich immer) wieder aktiviert habe. Und schon am 30.7. war eine neue Version verfügbar, die ich heute installiert habe. Wieder einmal etwas gelernt…

Ich trage jetzt schrittweise die Berichte unserer Basel-Schwarzwald-Tour nach. Jeweils nach dem Tagesdatum der Tour. Viel Spaß beim Lesen.

Basel – Schwarzwald – Tour – Tag 8 Nagold – Calw / Hiersau (2.314 km)

Jagdschloss im Kloster Hirsau bei Calw (Bild: Klaus Dapp)
Jagdschloss im Kloster Hirsau bei Calw (Bild: Klaus Dapp)

Am nächsten Tag fuhren wir bei bestem Radwetter gemütlich das Nagoldtal hinab nach Calw. Die Dörfer und Städte auf dem Weg bieten oft schöne Blicke auf Fachwerkhäuser in den Ortskernen.

Turm in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)
Turm in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhäuser in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhäuser in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)

In Calw genossen wir in der Fußgängerzone einen guten Kaffee und ein Eis und rollten dann weiter zum Kloster Hirsau, einer beeindruckenden ehemaligen Klosteranlage.

Nachdem wir uns die ehemalige Klosteranlage angesehen hatten, gingen wir noch ins Klostermuseum. Das in einem weiteren ehemaligen Kloster in Hirsau untergebracht ist.

Dort wird die Geschichte der bedeutenden Benediktinerabtei Hirsau dargestellt. Es war schon beeindruckend, dass von hier aus diverse Klöster gegründet und geistig beeinflusst wurden. Bei seinem Bau im späten 11. Jahrhundert war St. Peter und Paul das baulich größte Kloster im deutschsprachigen Raum. Es brannte im Rahmen des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1692 aus und verfiel dann bzw. wurde von der Bevölkerung auch als Steinbruch genutzt.

Nach der Besichtigung fuhren wir wieder zurück nach Calw. Unsere Unterkunft war in einem alten Fachwerkhaus am Marktplatz direkt unter dem Dach – bei den sommerlichen Temperaturen schon eine Herausforderung. Dafür stand das Pino dann nebenan vor dem Schaufenster der Bank im Nachbarhaus. Da sei es sicher meinte der Wirt, da es videoüberwacht sei. Nach Duschen schauten wir uns auch Calw an – der Geburtsstadt von Hermann Hesse.

Marktplatz in Calw (Bild: Klaus Dapp)
Marktplatz in Calw (Bild: Klaus Dapp)
Geburtshaus von Hermann Hesse (rechts) (Bild: Klaus Dapp)
Geburtshaus von Hermann Hesse (rechts) (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhaus in Calw (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhaus in Calw (Bild: Klaus Dapp)

Nach dem leckeren Abendessen ging es dann ins warme Zimmer… das glücklicherweise dann doch abkühlte.

Basel – Schwarzwald – Tour – Tag 7 Rottenburg – Nagold (2.275 km)

Blick über Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick über Nagold (Bild: Klaus Dapp)

Nach den letzten Blicken zur Hohenzollernburg ging es teilweise stark bergab ins Neckartal. Auf dem Neckartalradweg fuhren wir weitgehend autofrei neckaraufwärts nach Horb. Dort schauten wir uns das kleine Stadtmuseum an und spazierten durch die Innenstadt.

Blick aus dem Neckartal (Bild: Klaus Dapp)
Blick aus dem Neckartal (Bild: Klaus Dapp)
Jüdischer Friedhof (Bild: Klaus Dapp)
Jüdischer Friedhof (Bild: Klaus Dapp)
Schurkenturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Schurkenturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Innerer Ringmauerturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Innerer Ringmauerturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)

Danach stiegen wir aus dem Neckartal auf einer stark befahrenen steilen Innerortsstraße auf. Ich war wirklich froh als wir oben auf eine Nebenstraße abbiegen konnten. Von dort ging es dann an den Rand der Bebauung und dann über Wirtschaftswege weiter zum Industriegebiet Heiligenfeld. Nach einigen Kilometern erreichten wir den höchsten Punkt des Tages und fuhren dann – teilweise ziemlich steil – wieder bergab ins Tal der Steinach bis nach Nagold.

Abwärts Richtung Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Abwärts Richtung Nagold (Bild: Klaus Dapp)

In Nagold haben wir am Rand der Innenstadt übernachtet. Nachdem Gepäck und Rad versorgt waren, schauten wir uns die Stadt an.

Innenstadt in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Innenstadt in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Nagold in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Nagold in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Festung Hohennagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Festung Hohennagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den nächstlichen Busbahnhof in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den nächtlichen Busbahnhof in Nagold (Bild: Klaus Dapp)